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„Schauplätze der Reformation“ in Bad Frankenhausen

Das Panorama Museum Bad Frankenhausen ist Ausstellungsort für „Schauplätze der Reformation“. (Bild: Wikimedia Commons/Corradox, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode">CCY BY-SA 3.0</a>)

Das Panorama Museum Bad Frankenhausen zeigt seit Samstag (5.8.17) eine Fotoausstellung über „Schauplätze der Reformation“. Für die Schau hat der in Berlin lebende Fotograf Henning Kreitel nach Angaben des Museums über 80 Reformationsorte in Deutschland besucht, darunter prominente und weniger bekannte. Seine erklärte Absicht sei es dabei gewesen, „die fortdauernde Präsenz – und damit die Aktualität – dieser Orte durch Bildkompositionen einzufangen, die eine atmosphärische Annäherung an die Reformationsstätten und ihre heutige Umgebung ermöglichen“.

Die Ausstellung präsentiere „Erinnerungsorte, die im kollektiven Gedächtnis der Deutschen präsent“ seien. Die Fotos zeigten „Orte, an denen die Reformatoren gelebt, gelehrt, und gepredigt haben“. Zu sehen sind neben dem historischen Schlachtberg in Bad Frankenhausen unter anderem Motive aus Erfurt – etwa die Lutherzelle im Augustinerkloster –, aus Stotternheim und von der Wartburg.

An den gezeigten Orten seien wichtige Weichenstellungen erfolgt, hätten Versammlungen, aber auch Schlachten – wie in Frankenhausen – stattgefunden. Viele dieser Orte würden seit Jahrhunderten bewahrt und gepflegt, zum Teil aber auch instrumentalisiert und mitunter marginalisiert. Alle hätten gemein, „dass jede Generation sich erneut mit ihnen auseinandergesetzt hat: wissenschaftlich, theologisch, künstlerisch.“

Standort eines der größten Tafelbilder der Welt

In unmittelbarer Nähe des Panorama Museums fand am 15. Mai 1525 eine der bedeutendsten Schlachten des Deutschen Bauernkrieges statt, die in eine vernichtende Niederlage der Aufständischen mündete. Seinen Namen verdankt das Museum dem 1987 vollendeten Monumentalgemälde des Leipziger Malers Werner Tübke. Auf einer Fläche von 14 mal 123 Metern sind darauf über 3000 Einzelfiguren zu sehen. Es zählt zu den größten Tafelbildern der Welt.

Tübke arbeitete von 1976 an über elf Jahre an dem monumentalen Gemälde, das neben realen Figuren – wie Thomas Müntzer oder Martin Luther – auch allegorische Anspielungen auf menschliche Urängste, Aberglauben und biblische Themen enthält. Obwohl es größere Panoramagemälde gibt – etwa Franz Roubauds „Schlacht von Borodino“ –, gilt Tübkes Werk aufgrund dieser Mischung aus realen Ereignissen und Orten sowie allegorischen Elementen weltweit als einzigartig. 

Informationen

Autor:luther2017.de Quelle:epd/Panorama Museum Datum:10-08-17
Schlagworte:
Ausstellung, Bad Frankenhausen, Panorama Museum, Schauplätze der Reformation

Info

„Schauplätze der Reformation“

Panorama Museum
Am Schlachtberg 9
06567 Bad Frankenhausen

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 10 Uhr bis 18 Uhr
im August auch Montag, 13 Uhr bis 18 Uhr

Eintritt:
6 Euro, 5,50 Euro ermäßigt
(Museumseintritt)

Weitere Informationen:
Website des Panorama Museum

Thomas Müntzer

Der Priester Thomas Müntzer distanzierte sich schon vor Martin Luther von der Kirche. Anders als Luther glaubte er jedoch an eine unmittelbar bevorstehende Herrschaft Christi auf Erden. Die notwendige "Reinigung der Kirche" wollte er mit dem Schwert durchsetzen.

Erleben ...

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