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St.-Marien-Kirche
Innenansicht der St.-Marien-Kirche in Frankfurt (Oder) (Foto: Wolfgang Gülcker)

Das „Anti-Wittenberg“

Die Stadt an der Oder war Mitte des 16. Jahrhunderts ein geistiger und kultureller Mittelpunkt der Mark Brandenburg: als selbstbewusste Bürger- und Handelsstadt, als Universitätsstadt und Repräsentationsort der brandenburgischen Landesfürsten. 

Als der Ablasshändler Johann Tetzel 1517 in Frankfurt (Oder) einzog, wurde er in der Stadt freudig begrüßt. Hier, an der neu gegründeten Viadrina Universität, entstanden die 106 Gegenthesen zu Luthers Thesen. Frankfurt wurde zunächst zum „Anti-Wittenberg“. Doch gegen die Konkurrenz aus der Elbestadt konnte sich die Frankfurter Hochschule auf lange Sicht nur schwer halten. 

Nach dem Übertritt des kurfürstlichen Landesherrn zum Luthertum entwickelten sich die Universität und die Stadt nach 1539 jedoch zu einem zentralen Dreh- und Angelpunkt der Reformation – vorbereitet und getragen durch eine selbstbewusste Bürgerschaft, die sich schon sehr früh zu Luthers Lehre bekannte. 

St.-Marien-Kirche
Die St.-Marien-Kirche in Frankfurt (Oder) (Foto: Wolfgang Gülcker)

Bürger – Pfarrer – Professoren

Die Spuren dieser überregional bedeutsamen Ereignisse werden zum 500. Jubiläum der Reformation wieder sichtbar gemacht. Im Mittelpunkt der Ausstellung „Bürger – Pfarrer – Professoren. St. Marien in Frankfurt (Oder) und die Reformation in Brandenburg“ steht die historische Pfarr- und Universitätskirche St. Marien mit ihren historischen Kulturschätzen. An keinem anderen Ort in der Stadt kann man die mittelalterliche und reformationszeitliche Bedeutung Frankfurts als geistiges und kulturelles Zentrum, das weit über Brandenburg hinaus strahlte, noch so anschaulich nachvollziehen wie in der Marienkirche mit ihrer grandiosen Architektur.

Die Ausstellung wird die historischen Vorgänge und städtischen Verhältnisse des Spätmittelalters und der Reformationszeit in Frankfurt aus einer personengeschichtlichen Perspektive schildern. Im Fokus stehen wichtige Personen aus der Frankfurter Bürgerschaft und dem Universitätsleben – eben jene, die sich mit der Stiftung von Epitaphien verewigten oder auf andere Weise mit dem Frankfurter Reformationsgeschehen und auch der Marienkirche verbunden sind. Ergänzt wird die Ausstellung durch die Markierung wichtiger Gebäude des Mittelalters und der Frühen Neuzeit in Form von Aufstellern im öffentlichen Raum.


Die Ausstellung wird in der St. Marienkirche, St.-Gertraud-Kirche und dem Museum Viadrina in Frankfurt (Oder), von Mai bis Oktober 2017 zu sehen sein. Weitere Informationen: www.kultur-ffo.de

weiterführende Informationen

TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Am Neuen Markt 1

14467 Potsdam

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