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Alles neu?


Wie gestalten wir Gesellschaft? Wie wirtschaften wir verantwortungsvoll? Wie bewahren wir die Umwelt? Nachhaltiges Handeln ist allerorten gefragt, sei es in Unternehmen, in der Politik oder im gesellschaftlichen Zusammenleben. 

Vor diesem Hintergrund ist der 500. Jahrestag des Thesenanschlags durch Martin Luther im kommenden Jahr mehr als nur ein historischer Rückblick. Wie viel „Reformation“ im weiteren Sinne braucht unser Leben? Und inwiefern kann das Reformationsjubiläum für jeden Einzelnen Anlass sein, bestehende Zustände zu hinterfragen und selbst aktiv zu werden? 

Darüber diskutierten wir am 30. Juni 2016 im Rahmen des Symposiums „Ich und Luther?!“ mit Vertretern aus Politik, Unternehmen, Verbänden, Stiftungen, Presse, Kultur und Wissenschaft.  

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Unter den Sprechern


Foto: Olaf Heine

„Reformation bedeutet, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und nicht darauf zu warten, dass jemand anders oder der Staat aktiv wird.“

Sebastian Krumbiegel steht seit 25 Jahren als Sänger an der Spitze der deutschen Erfolgs-Band „Die Prinzen“ und ist als Solokünstler aktiv. Daneben engagiert sich der gebürtige Leipziger im Kampf gegen Rechts, unter anderem beim Festival „LEIPZIG. COURAGE ZEIGEN“, beim Bündnis Dresden Nazifrei und  im Flüchtlingsrat Leipzig.

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Foto: Thomas Kierok

„Martin Luther als Person beeindruckt durch seine aufrechte Haltung. Er stand für seine Überzeugungen ein, obwohl er damit sein Leben gefährdete.“ 

Dr. Christine Eichel ist Autorin des Sachbuchs „Deutschland, Lutherland. Warum uns die Reformation bis heute prägt“ (2015). Bisher arbeitete sie als Autorin, Regisseurin und Moderatorin für Fernsehsender wie den NDR, den WDR und das ZDF, war Gastprofessorin an der Universität der Künste Berlin und leitete die Kulturressorts der Magazine Cicero und Focus.

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Edgar Itt
Foto: Edgar Itt Group

„Reformation gehört für mich zur Schöpfung: Sie ist nie abgeschlossen. Wir haben den Auftrag, uns immer wieder zu erneuern, zu hinterfragen und schöpferisch zu sein.“

Edgar Itt war zehn Jahre lang einer der schnellsten 400m-Hürdenläufer der Welt und gewann 1988 die Olympiabronzemedaille in Seoul. Sein Erfahrungen gibt der studierte Betriebswirt heute als Persönlichkeits- und Bewusstseinscoach weiter und bezieht als Redner auch öffentlich Stellung zu Werten wie Menschlichkeit, Toleranz und Respekt, etwa in Rahmen seines Engagements bei der Initiative „Reden für Menschlichkeit“.

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Antje von Dewitz
Foto: Michael Trippel

„Kann ich meine persönlichen Werte auch in meinem beruflichen und gesellschaftlichen Alltag leben? Wenn man diese Frage zu Ende denkt, führt sie womöglich zu Reformation.“

Dr. Antje von Dewitz ist seit 2009 Geschäftsführerin des Outdoor-Herstellers VAUDE, den ihr Vater 1974 gegründet hat. Die Unternehmerin, die selbst Mutter von vier Kinder ist, engagiert sich unter anderem für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie für nachhaltige Produktion. VAUDE produziert nach dem strengen ökologischen Produktionsstandard „bluesign“ und bekam 2015 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis als „nachhaltigste Marke“. 

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Foto: Amnesty International

„Reformation steht für mich im direkten Kontext von Humanismus, Aufklärung und dem Verständnis von selbstbestimmtem Leben.“

Markus N. Beeko ist seit 2004 Mitglied des vierköpfigen Leitungsteams der deutschen Sektion von Amnesty International, der weltweit größten Menschenrechtsorganisation. Dort verantwortet er den Bereich „Kampagnen und Kommunikation“, der auch die Unterstützung der ehrenamtlich Engagierten umfasst. 

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Olaf Zimmermann
Foto: Dt. Kulturrat

„Ich bin fest davon überzeugt, dass es ohne die Reformation keine so lebendige Zivilgesellschaft geben würde.“ 

Olaf Zimmermann ist Publizist, ehemaliger Kunsthändler und seit März 1997 der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates. In dieser Funktion ist er auch Gast im Lenkungsausschuss zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017. Zusammen mit Theo Geißler gibt er die Zeitschrift des Deutschen Kulturrates Politik & Kultur heraus, in der seit Beginn der Lutherdekade auch regelmäßig die „Luther 2017"-Kolumne erscheint.

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Moderation


Foto: F.A.Z. Wonge Bergmann

Reinhard Bingener ist seit 2008 Mitglied der politischen Redaktion der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Seit August 2014 berichtet der studierte Theologe als politischer Korrespondent mit Sitz in Hannover über Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen sowie weiterhin über die evangelischen Kirchen in Deutschland.


Programm

Datum
30. Juni 2016
14.00 Uhr bis 16.30 Uhr

Ort
Atrium der F.A.Z.
Mittelstraße 2-4, 10117 Berlin  


Download Programm „Ich und Luther?!“ (PDF)

Ich und Luther?! – Das Symposium zum Reformationsjubiläum 2017

Die Staatliche Geschäftsstelle „Luther 2017“ und die Frankfurter Allgemeine Zeitung luden, in Kooperation mit dem Deutschen Kulturrat in das Atrium der F.A.Z. in Berlin zum Symposium ein.

Kolumnen des Deutschen Kulturrats

Der Deutsche Kulturrat veröffentlicht in „Politik & Kultur“ regelmäßig eine Kolumne zum Reformationsjubiläum 2017.

Reformationsjubiläum

Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen. Dieses Reformationsjubiläum wird weltweit gefeiert.