Skip to main content

Lösungen des Bilderrätsels

November

Das Novembermotiv des Jahreskalenders zum Reformationsjubiläum zeigt eine Schatzkiste, hinter der ein Geist zu sehen ist. Gesucht war der Begriff geistreich. Diesen Begriff für gewitzte Klugheit führen auch die Brüder Grimm in ihrem Wörterbuch auf Martin Luther zurück. 

Oktober

Im Oktober sind ganze sieben Vorhängeschlösser an einem Buch befestigt. Damit war das Buch mit sieben Siegeln gesucht. Diese Redewendung bezieht sich auf die biblische Offenbarung des Johannes. Dort werden durch ein Lamm die sieben Siegel einer Buchrolle geöffnet und so die Apokalypse ausgelöst.

September

Das Kalenderblatt für den Monat September im Jahreskalender zum Reformationsjubiläum zeigt ein Schaf – zumindest auf den ersten Blick. Genauer betrachtet scheint die Kreatur aber Wolfsohren und -schnauze zu haben. Der Wolf im Schafspelz war also gesucht. Die Redewendung ist der Bibel entlehnt. Dort heißt es bei Matthäus 7, 15: „Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.“

August

Im August scheint ein Kind mittels eines Strohhalms aus einem Stapel Bücher zu trinken. Gesucht war demnach der Wissensdurst. So bezeichnet man die unstillbare Neugier, der Wunsch sich neue Fakten, Tatsachen und Fähigkeiten anzueignen. 

Juli

Ein Kleinkind und eine Burg sind im Juli das Motiv des Jahreskalenders zum Reformationsjubiläum. Da es sich um eine Sandburg handelt, ist die Redewendung auf Sand bauen gesucht. Hier handelt es sich wieder um einen biblischen Bezug. Im Matthäus-Evangelium wird davor gewarnt, so töricht zu handeln, wie der Mann, der sein Haus auf Sand baute.

Juni

Der Jahreskalender zum Reformationsjubiläum zeigt im Juni einen Affenkopf und eine Schaukel. Ganz klar: die Affenschaukel war gesucht. So bezeichnet man in manchen Gegenden das @, aber auch eine Frisur, bei der zwei Zöpfe an der Kopfseite wieder nach oben gebunden werden, wird so genannt.

Mai

Das Maimotiv des Jahreskalenders zum Reformationsjubiläum zeigt ein Auge und daneben einen Zweig oder Stängel mit Dornen. Gesucht war also die Redewendung jemandem ein Dorn im Auge sein. Dieses Redewendung findet sich im Alten Testament, genauer im 4. Buch Mose, Kapitel 33, Vers 55.

April

Im April zeigt der Jahreskalender zum Reformationsjubiläum eine Hand, die versucht, einer anderen ein Glas zu übergeben. Gesucht war dementsprechend die Redewendung jemandem nicht das Wasser reichen können. Sie geht wohl darauf zurück, dass es bei vornehmer Gesellschaft bei Tisch im Mittelalter üblich war, sich vom Diener Wasser zum Waschen der Hände reichen zu lassen – man aß mit den Fingern. Wer aus der Dienerschaft das nicht konnte, taugte auch zu keinen anderen Aufgaben.

März

Das Märzmotiv des Jahreskalenders zum Reformationsjubiläum zeigt einen Vogel mit einer Perücke auf dem Kopf. Gesucht war der Lockvogel. Damit wird ursprünglich ein gefangener Vogel bezeichnet, der vom Vogelfänger benutzt wird, um andere Vögel anzulocken. Im weiteren Sinne ist es ein Begriff für jemanden, der andere in eine Falle lockt. 

Februar

Auf dem Februarblatt des Jahreskalenders zum Reformationsjubiläum ist eine säende Bäuerin zu sehen und ein Tornado, der aus der Saat entsteht. Die Lösung des Bilderrätsels lautet daher Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Dieses Sprichwort leitet sich aus Hosea 8,7 im Alten Testament ab: „Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten“ heißt es dort.

Januar

Das erste Motiv des Jahreskalenders zeigt einen großen Löwenkopf mit einem überdimensionalen Eckzahn. Gesucht war im Monat Januar demnach der Löwenzahn. Der Begriff bezeichnet im Deutschen zwei unterschiedliche Pflanzen: den Gewöhnlichen Löwenzahn aus der Gattung Taraxacum und den Löwenzahn (Leontodon).