Melanchthonhaus in Bretten
Melanchthonhaus in Bretten
Europäische Melanchthon-Akademie BrettenMelanchthonhaus in Bretten, das als Gedenkstätte an der Stelle des Geburtshauses Philipp Melanchthons gebaut wurde. Philipp Melanchthon, geboren am 16. Februar 1497, wuchs in Brettheim auf, wie das baden-württembergische Bretten damals genannt wurde. Er war ein lebenslanger, enger Freund Martin Luthers. Das Melanchthonhaus wurde 1897 an der Stelle des 1689 abgebrannten Geburtshauses des Reformators als Gedenkstätte errichtet. Der Grundstein wurde an seinem 400. Geburtstag, am 16. Februar 1897, gelegt. Der fertige Bau wurde schließlich 1903 feierlich eingeweiht. Das prachtvolle neugotische Melanchthonhaus am Marktplatz ist im spätgotischen Stil erbaut und stellt ein einzigartiges Gesamtkunstwerk im Stil des Historismus dar.
Ein Museum mit Forschunggsstelle
Das Haus enthält neben einem Museum und einer Forschungsstelle eine der umfangreichsten Melanchthon-Spezialbibliotheken und eine Dokumentationsstelle der internationalen Melanchthonforschung.
Die Stätte besitzt eine Gedächtnishalle mit Fresken und weitere Räume mit rund 11.000 Büchern, 450 Originalhandschriften des Reformators, Statuen, Wappen, Gemälden, Gedenkmünzen und Graphiken. Die aus Wand- und Deckentäfelungen, Skulpturen, Wandgemälden und sonstigen Kunstwerken, Bücherschränken, Vitrinen und anderem Mobiliar bestehende Innengestaltung samt wertvoller Butzenscheiben blieb seit der Eröffnung des Hauses im Jahre 1903 vollkommen unverändert.
Das Kirchenzimmer erinnert an viele Freunde des Reformators
Dem Besucher erschließt sich die Biographie des großen Gelehrten Philipp Melanchthons sowie sein außerordentlich umfangreiches Lebenswerk bereits in der eindrucksvollen Gedächtnishalle.
Im Städtezimmer zieren die Wappen der 121 Städte die Decke, mit denen Melanchthon nachweislich Kontakt hatte. Das Theologenzimmer erinnert an die Kirchenmänner, mit denen der Reformator befreundet war. Im Fürstenzimmer hängen Ölgemälde der Fürsten, die für die Reformationsgeschichte eine wichtige Rolle spielten. Im Humanistenzimmer schließlich begegnet man zeitgenössischen Vertretern von Wissenschaft und Kunst.


































