Augsburg
Augsburg
Foto: Regio Augsburg Tourismus GmbHUlrichskirchen in AugsburgAugsburg ist eine der ältesten Städte Deutschlands und neben München und Nürnberg die drittgrößte Stadt Bayerns. Ihre Blüte erlebte die Stadt in der Reformations- und der Renaissancezeit. In Augsburg wurden Gedanken formuliert, Dokumente vorgelegt und Reichstagsbeschlüsse gefasst, die bis heute weit über den religiösen Rahmen hinaus kulturgeschichtliche Bedeutung haben.
Martin Luther war zweimal in Augsburg. 1511 während seiner Rückkehr nach Wittenberg von einer Pilgerreise nach Rom und 1518, als er von Kardinal Cajetan wegen seiner neuartigen Glaubenslehre verhört wurde. Luther blieb standhaft und forderte zum ersten Mal eindeutig: Alle kirchliche Autorität muss sich der Bibel unterordnen. Nur das Wort Gottes ist die Quelle echter Wahrheit und Freiheit.
Name Augsburgs in der weltweiten Christenheit präsent
Foto: Regio Augsburg Tourismus GmbHAugsburger Dom und Rathaus bei NachtAugsburgs Bedeutung wuchs mit dem Fortschreiten der Reformation: 1530 wurde hier das Augsburger Bekenntnis (Confessio Augustana) vor Kaiser und Reichsständen öffentlich vorgetragen. Es ist bis heute die Lehrgrundlage von 59 evangelisch-lutherischen Kirchen in der ganzen Welt mit ca. 70 Millionen Mitgliedern. Der Name Augsburgs ist über dieses Bekenntnis in der weltweiten Christenheit sehr präsent.
1555 kommt es zum Augsburger Religionsfrieden. Es ist der erste Versuch, das Verhältnis der beiden Konfessionen im Reichsgebiet so zu regeln, dass eine wenn auch eingeschränkte - Gleichberechtigung gilt. Volle Parität wurde den beiden großen Konfessionen erst durch den Westfälischen Frieden 1648 zugestanden. An Beginn und Ende konfessioneller Unterdrückung erinnert das Augsburger Hohe Friedensfest, das jedes Jahr am 8. August begangen wird. Es ist seit 1950 staatlicher Feiertag und wird heute in ökumenischer Gemeinschaft gefeiert.



































