Geburtshaus Martin Luthers in Eisleben

Geburtshaus Martin Luthers in Eisleben

Seit Ende des 17. Jahrhunderts Gedenkstätte für Lutherpilger

Das Geburtshaus Martin Luthers in EislebenFoto: Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt/Anne Hasselbach Das Geburtshaus Martin Luthers in EislebenDas Geburtshaus Martin Luthers in Eisleben wurde Mitte des 15. Jahrhunderts als bürgerliches Wohnhaus gebaut. Luthers Vater mietete es 1483 kurz vor der Geburt des Sohnes. Schon wenige Monate später zog die junge Familie jedoch weiter nach Mansfeld, wo sie sich niederließ und Luther seine Kinder- und Jugendjahre verbrachte.
 
Seit 1693 wurde in Luthers Geburtshaus eine Armenschule betrieben, die all denen offen stand, die das städtische Schulgeld nicht aufbringen konnten. 1817 ließ der preußische König Friedrich Wilhelm III. im Hof des Geburtshauses einen Schulneubau errichten, die Lutherarmenschule.

Gedenkstätte für Lutherpilger

Schon früh pflegten die Bürger Eislebens das Andenken des berühmten Sohnes der Stadt: Bereits gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde im Geburtshaus eine Gedenkstätte für Lutherpilger errichtet. Damit ist es eine der ältesten Einrichtungen dieser Art im deutschsprachigen Raum.
 
Seine heutige Fassade erhielt das Geburtshaus durch Erneuerungsarbeiten nach einem Stadtbrand 1689. Seit dem 19. Jahrhundert ist das Geburtshaus ein Museum, das in den Jahren 2005 bis 2007 umfassend saniert und erweitert wurde. Dabei wurde auch die Lutherarmenschule in das bauliche Ensemble mit einbezogen.

Ausstellung mit 250 Exponaten

Die Ausstellung "Von daher bin ich - Martin Luther und Eisleben" vermittelt die gesellschaftlichen Verhältnisse, die Luthers Kindheit und Jugend prägten. Gezeigt werden rund 250 Exponate aus der Zeit zwischen dem 13. und dem 19. Jahrhundert.

Besonders anschaulich sind die Räume im Erdgeschoss, die der historischen Wohnung der Familie Luther nachempfunden wurden. Seit 1996 zählt Luthers Geburtshaus zusammen mit dem Museum Luthers Sterbehaus zum Weltkulturerbe der UNESCO.