Lachender Luther
"Traurigkeit ist des Teufels Instrument"
Martin Luthers reformatorische Ideen waren keine Kopfgeburten. Seine Entdeckung der religiösen Freiheit wurzelte in großer seelischer Not - und kam unmittelbar im Bauchraum an. Das Lachen war für Luther ein Zeichen der göttlichen Gnade und ein Gegenmittel gegen den Teufel zugleich. So erklärt sich, warum vom Reformator so viele spöttische, ironische und humorvolle Worte überliefert sind.
Des Reformators befreites Lachen
In seinen Tischreden sind von Martin Luther viele heitere Worte und derbe Scherze überliefert. Humor ist für Luther aber von Anfang an ein theologisches Thema, das die Dramatik seines ganzen Weltbildes umfasst.
"Denn wo der Glaube ist, da ist auch Lachen"
Martin Luther wird ein robuster Humor nachgesagt. Nicht zufällig konnte der Reformator gut über sich selber lachen und fürchtete sich nicht vor schallendem Gelächter, wie zu seiner Zeit üblich. Die Theologin und Clownin Gisela Matthiae schreibt über die reizvolle Verwandtschaft von Humor und Glauben.
"Die Reformation hat ihre tiefen Wurzeln im Mittelalter"
Martin Luther wurde in die spätmittelalterliche Welt hineingeboren – doch "das“ Mittelalter hat es so nie gegeben. Der Tübinger Kirchengeschichtsprofessor Volker Leppin erklärt im Interview, wie weit Martin Luther in den geistesgeschichtlichen Strömungen seiner Zeit verwurzelt war und an welchem Punkt er etwas gänzlich Neues schuf.





































