Legenden

Dichtung und Wahrheit - Legenden über Luther

Die Lutherstube auf der WartburgFoto: Ulrich KneiseDie Lutherstube auf der Wartburg.Gute Geschichten sind es allemal, die man sich rund um die dramatischen Momente in Luthers Leben erzählt. Die historische Quellenlage dazu aber ist meist dünn. Hat der Reformator auf der Wartburg wirklich mit dem Tintenfass nach dem Teufel geworfen, der ihn bei der konzentrierten Arbeit an der Bibelübersetzung gestört haben soll? Und hat es den berühmten Thesenanschlag an der Wittenberger Schlosskirche je so gegeben - mit Hammer und Nägeln? Die Legenden rund um Martin Luther sind ebenso bekannt wie seine Lehren und haben sich als spannende Szene oder griffiges Zitat ins kollektive Gedächtnis gebrannt.

    Der Wurf mit dem Tintenfass

    Der Legende nach soll der Teufel Martin Luther in seiner Stube belästigt haben. Als der Mönch, vertieft in seine Arbeit, ein Kratzen und Schaben hörte, soll er beherzt nach dem Tintenfass gegriffen und gezielt nach der Teufelsfratze geworfen haben, um ihn zu verscheuchen.

    Luther und das Apfelbäumchen

    „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, soll Martin Luther einst gesagt haben.

    An den Türen der Wittenberger Kirchen

    Hat es den Anschlag der 95 Lutherthesen an die Türen der Wittenberger Schlosskirche wirklich gegeben? Neues zur Debatte um den Thesenanschlag.

    Der Blitzschlag bei Stotternheim

    Bei einem Gewittersturm bei Stotternheim gelobt Martin Luther in Todesangst: "Ich will Mönch werden!"

    Die Latrine als Ort reformatorischer Erkenntnis?

    Hat Martin Luther seine zentrale reformatorische Erkenntnis wirklich auf dem Abort gewonnnen? Es wird viel darüber spekuliert, an welchem Ort genau der Mönch zu der Vorstellung gelangte, dass der Mensch allein durch den Glauben die göttliche Gnade erfährt.

    Die Wittenberger Luthereiche

    Einer Sage nach wurde die Luthereiche in Wittenberg von einem verliebten Studenten einen Tag nach dem 10. Dezember 1520 an der Stelle gepflanzt, wo der Reformator die päpstliche Bannandrohungsbulle und Bücher seiner Gegner verbrannt hatte.