Ort der Reformation: Nürnberg

Orte der Reformation 1, Hartmut Hövelmann und Stefan Ark Nitsche (Hg.), Evangelische Verlagsanstalt, Journal, 96 Seiten, 22x28 cm, zahlreiche Abbildungen. ISBN 978-3-374-02848-1, 9,90 Euro

 Foto: Evangelische VerlagsanstaltNürnberg ist eine alte Handelsmetropole mit wunderschönem historischen Stadtkern. Ihre großen Hallenkirchen St. Lorenz und St. Sebald zeugen vom frühen Reichtum der Stadt. Vor allem aber ist Nürnberg berühmt als Ort der Reformation. Im ersten Gymnasium nach reformatorischem Bildungsideal, das 1526 von Philipp Melanchthon eingeweiht wurde, lernen auch noch knapp ein halbes Jahrtausend später Schüler Latein und Altgriechisch.

Nürnberg war die erste Reichsstadt von Rang, die sich im 16. Jahrhundert Martin Luthers Reformation anschloss. Die Stadt wurde Zentrum des Buch- und Bibeldrucks. Albrecht Dürer und der Schusterpoet und Meistersinger Hans Sachs wirkten hier. Der Nürnberger Reformator Andreas Osiander verwahrte sich als erster gegen judenfeindliche Ritualmordlegenden. Heute herrscht in Nürnberg, der Stadt der Menschenrechte, ein beispielhaftes ökumenisches Klima.