Freiheit

Themenjahr 2011 - "Reformation und Freiheit"

Freiheit - ein Kind macht Luftsprünge am StrandFoto: photocase.com/manuniLuftsprünge der Freiheit.Freiheit war ein zentraler Begriff in Martin Luthers Glauben und Denken. "Kirche der Freiheit" nennt sich heute die Evangelische Kirche in Deutschland - immer noch, oder wieder? Oder jetzt erst recht? Sprechen wir heute, im Themenjahr 2011 der Lutherdekade "Reformation und Freiheit", überhaupt von der selben Freiheit wie Martin Luther?

"Wenn Martin Luther von Freiheit sprach, so dachte er an ein Problem, das uns Heutigen, auch uns heutigen Christenmenschen, nicht mehr wirklich auf den Nägeln brennt", meint der Publizist Robert Leicht. "Wohingegen das, was wir heute für ­unsere Freiheit halten, Martin Luther überhaupt noch nicht vor Augen stand", folgert er weiter. Allemal ein Anlass, dem nachzugehen, was protestantische Freiheit bedeutet - damals und heute.

    "Evangelische Freiheit ist eine aufgeräumte Freiheit"

    Schon lange vor den Zeiten von Feng-Shui haben die Reformatoren aufgeräumt, den Freiheitsbesen geschwungen und allerlei geistlichen Hausstaub zum Fenster hinausgekehrt. Dennoch sind tagtäglich die Rumpelkisten der Seele zu sichten, mahnt der Theologe Stephan Schaede.

    Dietrich Bonhoeffer - Stationen der Freiheit

    Die vier Haltungen zum Leben, die für Bonhoeffer zur Freiheit führen, stellen das gängige Verständnis von Freiheit auf den Kopf. Seine Vision von Freiheit fasst er in der Gefängniszelle in Verse - die tiefe Sehnsucht nach Freiheit ist jeder Zeile abzuspüren.

    Die Freiheit - eine Erfindung Martin Luthers?

    Wenn im Vorfeld des Reformationsjubiläums der Frage nachgegangen werden soll, ob nicht Martin Luther der ­eigentliche Vater unserer aller heutigen Freiheit ist, rät der Journalist und Publizist Robert Leicht zur Vorsicht.

    Lutherschrift "Von der Freiheit eines Christenmenschen"

    Von der Freyheith eines Christenmenschen (lateinischer Titel: De libertate christiana) ist eine der zentralen Schriften Martin Luthers zur Reformation. Er hat die 30 Thesen 1520 verfasst als Reaktion auf die gegen ihn gerichtete päpstliche Bannbulle.