Ausstellungen zur Reformation in Finnland

Wanderausstellungen des Finnland-Instituts in Deutschland zur Ausleihe
Mikael Agricola, Holzschnitt von Albert EdelfeltFoto: Wikimedia CommonsMikael Agricola, Holzschnitt von Albert EdelfeltMikael Agricola. Der finnische Reformator

Die Wanderausstellung Mikael Agricola dokumentiert das Leben des finnischen Theologen und Reformators (etwa 1510-1557), der mit seinem ABC-Buch um 1543 das erste finnischsprachige gedruckte Schriftdokument schuf und deswegen als Vater der finnischen Sprache und Literatur gilt.

Seine Beziehungen nach Deutschland waren intensiv und haben ihn in seinem Schaffen beeinflusst. So übersetzte er als Schüler von Martin Luther und Philipp Melanchthon bereits während seines Studienaufenthalts in Wittenberg Teile des Neuen Testamentes ins Finnische. Später widmete er sich auch dem Alten Testament und zahlreichen anderen religiösen Schriften.

Die Ausstellung wurde von der Finnischen Nationalbibliothek konzipiert und entstand im Rahmen des Jubiläumsjahres 2007, in dem sich der Tod Agricolas zum 450. Mal jährte. Sie besteht aus 16 gleichgroßen Texttafeln (80x120 cm; Text auf Finnisch und Deutsch) zum Aufhängen. Die Transportkiste ist 50x100x137 cm groß, transportabel mit Rollen und Griffen und wiegt etwa 35 kg. Die Tafeln sind durchnummeriert und eine Aufbauanleitung ist beigefügt.
 

Martin Luther und die Reformation in Finnland

Die Lutherdekade ist auch ein Anlass, den Einfluss Luthers außerhalb des deutschen Sprachraums darzustellen - speziell im "lutherischsten Land der Erde", in Finnland. Dies kommt nicht von ungefähr: Mikael Agricola, der finnische Reformator, studierte bei Luther. Nach seinem Vorbild agierte Agricola in Finnland: Er brachte die protestantischen Ideen nach Finnland, wirkte als Bischof in Turku, übersetzte nach Luthers Vorbild das Neue Testament ins Finnische, erneuerte und schuf zum großen Teil neue finnischsprachige religiöse Literatur. Auch andere finnische Gelehrte lassen sich anführen, die ebenfalls in Deutschland studiert hatten und zur Reformation in Finnland beitrugen.

Die Wanderausstellung des Finnland-Instituts gibt Einblick in einige zentrale Bereiche der Reformation in Finnland, die nicht nur die finnische evangelische Kirche noch heute prägen, sondern auch andere Lebensbereiche. Diese Ausstellung der Universitätsbibliothek Helsinki entstand in Zusammenarbeit mit dem Finnland Institut in Deutschland, Berlin. Die Texte wurden von Prof. Simo Heininen, Universität Helsinki, verfasst.

Die Ausstellung besteht aus zwölf Stellwänden aus Holz mit den Abmessungen von je 70x100 cm, die auf eigenen Füßen stehen. Die Ständer können auch so positioniert werden, dass jeweils zwei mit der Rückseite zueinander stehen, so dass sechs doppelseitige Wände entstehen. Die Stellwände sind mit Bild- und Text-Material versehen. Es handelt sich dabei um Reproduktionen, also nicht um Originale.

Die Exponate sind in zwei Kisten verpackt, die insgesamt ein Gewicht von 160 kg und folgende Abmessungen haben: 95 x128x62 cm (HxLxB).



Ausleihbedingungen

Das Finnland-Institut verleiht die Ausstellungen kostenlos. In der Regel übernimmt der Entleiher die Transportkosten, den Auf- und Abbau vor Ort, Aufsicht sowie Organisation der Eröffnung und des Rahmenprogramms. Der Entleiher ist zuständig dafür, dass eine Ausstellung am jeweiligen Ausstellungsort versichert ist, sorgt gegebenenfalls für die Beseitigung von möglichen Schäden oder trägt die Kosten der Wiederherstellung. Sollte eine Ausstellung beschädigt werden oder mit Beschädigungen an einem Ausstellungsort eintreffen, muss das Finnland-Institut unverzüglich informiert werden.

Falls vom Entleiher erwünscht und terminlich möglich, bemüht sich das Finnland-Institut darum, einen Vertreter zur Eröffnung der Ausstellung zu schicken. Das Finnland-Institut bewirbt die Wanderausstellungen im Rahmen seiner Pressearbeit, wie beispielsweise auf derWebsite, im dreimal jährlich erscheinenden Programmheft oder im Veranstaltungskalender. Pressefotos und ein Basistext über die Ausstellung werden auf Wunsch zur Verfügung gestellt.

Kontakt und Reservierungen:
Emma Aulanko, Kulturreferentin
Mail: emma.aulanko@finstitut.de
T: 030 - 520 026 014