Besucherzahlen in Luthers Taufkirche kräftig gestiegen

Besucher kommen aus den USA und Schweden

Luthers TaufbeckenFoto: epd-bild/Steffen SchellhornNeuer Touristenmagnet: Das Taufbecken ist mehr als zwei Meter im Durchmesser groß und 70 Zentimeter tief.Die Wiedereröffnung der Taufkirche von Martin Luther in Eisleben als "Zentrum Taufe" Ende April hat für einen kräftigen Besucheranstieg gesorgt. In den ersten sechs Monaten danach seien mehr als 20.000 Menschen in die Petri-Pauli-Kirche gekommen, davor habe die ganze Jahresbilanz bei rund 15.000 Interessierten gelegen, teilte die Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt (IMG) mit. Zudem seien in der Zeit 13 Taufen gefeiert worden, vier davon am neuen großen Taufbecken.

Taufbecken eignet sich für Erwachsenentaufe

Unter den Besuchern seien viele Ausländer gewesen, darunter vor allem aus den USA und Schweden, hieß es weiter. Ebenso würden sich seit Abschluss der Bauarbeiten mehr kirchliche Gruppen für Sonderführungen interessieren. Besser angenommen würden auch Angebote für Familien und spirituelle Treffen für Erwachsene.

Das ökumenische "Zentrum Taufe" steht für alle Formen der christlichen Taufe und für Tauferinnerungsfeiern offen. Den Kern des Zentrums in der Petri-Pauli-Kirche bildet ein neues, in den Boden eingelassenes Taufbecken, das speziell auch für Erwachsenentaufen vorgesehen ist. Die 1,8 Millionen teuren Umbauten dauerten mehr als ein Jahr.

Martin Luther wurde am 11. November 1483 getauft

Der IMG zufolge wurde jedoch kürzlich bei einem Gruppenbesuch das Oberteil des erst frisch sanierten lutherischen Taufsteins beschädigt. Die Reparaturkosten belaufen sich auf 2.000 Euro. Der Stein stellt einen Nachbau dar, der Fragmente des Originals enthalten soll.

Eisleben ist Geburts- und Sterbeort von Martin Luther (1483-1546). Getauft wurde er in der Petri-Pauli-Kirche am 11. November 1483, einen Tag nach seiner Geburt. Unweit der Kirche befindet sich ein Museumsensemble, in dessen Mittelpunkt das Geburtshaus steht. Das Gebäude ist ebenso wie das Sterbehaus Weltkulturerbe der UNESCO.