Heinrich-Schütz-Haus saniert und als modernes Museum wiedereröffnet

Einzige erhaltene Wohn- und Wirkungsstätte des Musikers

Heinrich-Schütz-Haus in WeißenfelsFoto: Stadt WeißenfelsHeinrich-Schütz-Haus in Weißenfels.Mit einem Festakt ist in Weißenfels in Sachsen-Anhalt das Heinrich-Schütz-Haus als modernes Musikermuseum wiedereröffnet worden. Unter dem Motto "... mein Lied in meinem Haus" informiert eine Ausstellung über Leben und Werk des frühbarocken Komponisten Heinrich Schütz (1585-1672), der ab 1651 in dem Renaissancebau lebte und arbeitete. Vorangegangen waren der Wiedereröffnung zweijährige Sanierungsarbeiten.

Einer der wichtigsten protestantischen Komponisten

Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) bezeichnete es als "ungeheures Glück", dass die authentische Wirkungsstätte des Musikers erhalten geblieben sei und nun in ihrer historischen Raumstruktur erfahrbar werde. Die Wiedereröffnung passe "auch inhaltlich bestens" in das Themenjahr der Lutherdekade "Reformation und Musik", da Schütz als einer der wichtigsten protestantischen Komponisten die lutherische Kirchenmusik des 17. Jahrhunderts maßgeblich geprägt habe, fügte der Minister hinzu. Am selben Tag ist mit einem Konzert in der Dresdner Frauenkirche das diesjährige Heinrich-Schütz-Musikfest eröffnet worden.

400 Quadratmeter Ausstellung und zahlreiche Hörstationen

Das um 1550 erbaute Gebäude wurde seit 2010 für knapp zwei Millionen Euro saniert und umgebaut. Die Einbeziehung des Dachgeschosses mit der rekonstruierten Komponierstube vergrößerte die Ausstellungsfläche um 145 Quadratmeter. Auf insgesamt 400 Quadratmetern informiert die Ausstellung in drei Etagen über Leben und Werk des Komponisten, dessen Musik an zahlreichen Hörstationen abgerufen werden kann.

Schütz verbrachte seine Jugend und seine beiden letzten Lebensjahrzehnte in Weißenfels, bevor er 1672 in Dresden starb. Zum Weißenfelser Alterswerk gehören mehrere Passionen, die Weihnachtshistorie und der "Schwanengesang".