Themenjahr 2013

Themenjahr 2013 - Reformation und Toleranz

ToleranzFoto: KalleJipp/photocaseManchmal muss man neue Wege gehen."Hier stehe ich, ich kann nicht anders...” Dieser Luther zugeschriebene Satz fasst zusammen, was der Reformator für sich in Anspruch nahm: einen Standpunkt zu haben gegen alle Autoritäten und Prinzipien seiner Zeit. Nicht immer hat er diese Freiheit auch anderen zugestanden. Die Reformation hat den Glauben aus Vorschriften und Zwängen befreit und ihn streitbar gemacht – sie hat aber auch gegen den Glauben anderer gestritten, die diese neuen Freiheiten anders auslegten. Das Themenjahr 2013 der Lutherdekade lotet diese Errungenschaften und Schattenseiten aus unter der Überschrift “Reformation und Toleranz”.

    Historiker: Impulse für Toleranz hat Luther "beileibe nicht gewollt" - aber bewirkt

    Der Berliner Historiker Heinz Schilling warnt davor, den Reformator Martin Luther am Toleranzbegriff des 21. Jahrhunderts zu messen. "Der Toleranzbegriff nach der Aufklärung ist ein anderer als zur Zeit Luthers", sagt der emeritierte Professor für Europäische Geschichte der frühen Neuzeit im Interview.

    Wie viel Religion verträgt die Demokratie?

    Ein gänzlich laizistischer Staat brächte sich um Debatten, die ihn von der Banalität des Ökonomischen bewahren.

    "Jesus Christus ein geborener Jude" - Martin Luther und die Juden

    Noch im Jahr 1523 forderte Luther dazu auf, die Juden in Deutschland "nicht wie Hunde“, sondern freundlich zu behandeln. 20 Jahre später verfiel er wieder in die alten üblen Ressentiments und gab schreckliche Ratschläge: "Man soll ihre Synagogen mit Feuer anstecken und ihre Häuser zerstören.“ - Was war in den Reformator gefahren?

    Der blutige Kampf um den neuen Glauben

    "Ich röche dich lieber gebraten in deinem Trotz", rief der eine dem andern zu. "Solchen Mäulern muss man mit der Faust antworten, dass ihnen das Blut aus der Nase läuft", erwiderte der andere. Intolerant waren beide – die Reformatoren und ihre Opfer

    Tolerant aus Glauben

    Ein ehrlicher Streit um die Wahrheit wäre auch ein Streit des Interesses, das die Religionen aneinander haben. So ein Streit könnte auch helfen, Konflikte künftig zu entschärfen.

    Heidelberger Katechismus: Vermittlung gescheitert

    Er war kein Bekenntnis zur Toleranz, aber wohl ein ernsthafter Versuch, zwischen Reformierten und Lutheranern zu vermitteln: Ein Rückblick auf 450 Jahre Heidelberger Katechismus.

    "So schmeckt Reformation" - Ökumenischer Gottesdienst am Reformationstag

    Zufällig fiel der Termin für einen Segensgottesdienst in der Benediktinerabtei Münsterschwarzach auf den Reformationstag. Diese Gelegenheit hat Pater Meinrad Dufner nicht ungenutzt gelassen. Mit dem evangelischen Pfarrer Werner Schindelin feierte er einen besonders ökumenischen Gottesdienst.

    Lutherdekade startet ins Themenjahr "Reformation und Toleranz"

    Mit einem Festgottesdienst zum Reformationstag und einem Festakt in der Wormser Dreifaltigkeitskirche wurde das Themenjahr "Reformation und Toleranz" eröffnet, das auf das Reformationsjubiläum 2017 vorbereitet.

    Bildergalerie Eröffnung des Themenjahres 2013

    Mit einem Festgottesdienst in der Wormser Dreifaltigkeitskirche begingen die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am 31. Oktober 2012 den Reformationstag. Mit einem Festakt wurde das neue Themenjahr der Lutherdekade "Reformation und Toleranz" eröffnet.

    Von weltlicher Obrigkeit, wie weit man ihr Gehorsam schuldig sei

    Die Anfang 1523 erschienene Schrift von Martin Luther ist eine theologische Auseinandersetzung über das Verhältnis eines Christen zur weltlichen Obrigkeit und ist im Stile einer Predigt gehalten. Er reagiert damit, infolge seiner Exkommunikation und der Verhängung der Reichsacht, auf die Verbote von Druck und Verkauf seiner Schriften und der Übersetzung des Neuen Testamentes.