Symposium untersucht Luthers Bedeutung für die Kirchenmusik
Foto: Wikimedia Commons/Jobst GutknechtAusschnitt aus dem Nürnberger "Achtliederbuch“, der ersten reformatorischen Liedsammlung (1523).Die Bedeutung Martin Luthers für die Kirchenmusik steht seit Freitag im Mittelpunkt eines dreitägigen Symposiums an der Weimarer Musikhochschule "Franz Liszt". Das Treffen von Musikwissenschaftlern, Historikern, Germanisten und Theologen gilt vor allem dem damaligen Umfeld der neu entstehenden musikalischen Formen. Als Themen der Vorträge und Diskussionen wurden unter anderem Tanz und bildende Kunst sowie die protestantische und die katholische Perspektive zu Kirchenmusik genannt.
Gegen mehrstimmigen Gesang zu Felde gezogen
Die alte Frage der Kirchenväter nach der Notwendigkeit von Musik im Gottesdienst habe sich um 1500 unter neuen Aspekten gestellt, erläuterte Michael Klaper vom musikwissenschaftlichen Institut der Jenaer Universität. Mehrstimmigkeit sei damals "so verbreitet wie nie zuvor" gewesen. Während Luther sie favorisiert habe, seien einige Kleriker dagegen zu Felde gezogen. Zugleich habe der einstimmige protestantische Gemeindegesang in der Volkssprache ein Repertoire neuer Gesänge hervorgebracht, die bis heute gesungen werden.
Das Symposium in Weimar findet im Festsaal des Fürstenhauses, am Platz der Demokratie statt.


































