Forscher untersuchen "Freiheitsraum Reformation" in Nordwestdeutschland

Kooperationsprojekt der Universität Oldenburg

LandkarteFoto: iStockphoto/Guenay MutluKurs Nord-West.Mit dem Kooperationsprojekt "Freiheitsraum Reformation" will die Oldenburger Universität auf die Auswirkungen der Reformation auf den Nordwesten Deutschlands aufmerksam machen. Die von Martin Luther 1517 eingeläutete Erneuerung der Kirche habe große religiös-kulturelle Veränderungen ausgelöst und für eine Pluralisierung der europäischen Gesellschaft gesorgt, teilte die Universität am Montag mit. Bis zum 500. Reformationsjubiläum in fünf Jahren plant die Universität zahlreiche Veranstaltungen. Das Projekt wird am 2. September mit einem Gottesdienst in der Oldenburger Lamberti-Kirche eröffnet.

"Nordwestdeutsche Handschrift" des Reformationsjubiläums

Mit dem Projekt solle das Jubiläum eine "nordwestdeutsche Handschrift" erhalten, sagte die Oldenburger Historikerin und Projektleiterin Professorin Dagmar Freist. Die Region sei seit dem 16. Jahrhundert von einem Neben-, Mit- und Gegeneinander von Lutheranern, Reformierten, Katholiken, Mennoniten, Baptisten, Juden und vielen anderen religiösen Minderheiten geprägt. Gefördert werde das Projekt von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU).

In dem Projekt kooperieren den Angaben zufolge unter anderen das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg, die Evangelisch-reformierte Kirche, die hannoversche Landeskirche, die Johannes-a-Lasco-Bibliothek in Emden, die Landesbibliothek Oldenburg, das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg, das Oldenburgische Staatstheater sowie der Regionalverband "Ostfriesische Landschaft".