Lutherweg-Gesellschaft eröffnet Büro in Wittenberg
Foto: Staatskanzlei LSAMinisterpräsident Reiner Haseloff, Schirmherr des Lutherwegs Sachsen-Anhalt.Der 2008 gegründete Trägerverein für den Lutherweg in Sachsen-Anhalt hat ein eigenes Büro in Wittenberg bezogen. Bei der Eröffnungsfeier der Lutherweg-Gesellschaft erklärte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) die Übernahme der Schirmherrschaft über die mehr als 400 Kilometer lange Pilgerroute.
Der Lutherweg sei ein idealer Werbeträger für das 500. Reformationsjubiläum 2017 und für Mitteldeutschland und setze neue Akzente im Kulturtourismus, betonte Haseloff, der 2006 als Landeswirtschaftsminister einer der Initiatoren der Strecke war.
Gemeinden als Gastgeber gewinnen
Die Lutherweg-Gesellschaft hatte bislang ein Büro in den Räumen des Vereins "TourismusRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg" in Wittenberg. Dessen Geschäftsführerin Elke Witt ist Vizepräsidentin der Gesellschaft. Geleitet wird die Geschäftsstelle vom Präsidenten der Lutherweg-Gesellschaft, Pfarrer Jürgen Dittrich von der Evangelischen Landeskirche Anhalts.
Diese Landeskirche finanziert nach Auskunft von Kirchenpräsident Joachim Liebig die Sachkosten des Büros und Dittrichs Stelle. Zu den wichtigsten Aufgaben zählt nach den Worten Liebigs, Gemeinden entlang des Lutherwegs zu gewinnen und sich für Besucher zu öffnen. Neben geistlichen Angeboten sollen dafür auch kulturelle Offerten unterbreitet werden.
Erweiterung in Hessen und Bayern geplant
Der Lutherweg in Sachsen-Anhalt wurde am 8. Dezember 2008 eingeweiht. Auf einer Länge von 410 Kilometern verbindet der Rundkurs die Lutherstädte Wittenberg und Eisleben. Die Route ist in Kooperation der Tourismusverbände, Kommunen und Kirchen entwickelt worden und führt entlang von Kirchen aber auch weltlichen Stätten.
Für den fünf Bundesländer verbindenden Lutherweg hat sich die Lutherweg-Gesellschaft mit Sitz in Lutherstadt Wittenberg als Dachgesellschaft entwickelt. Der Lutherweg-Gesellschaft sind inzwischen auch Sachsen und Thüringen beigetreten. Die Schirmherrrschaft in Thüringen hat Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, in Sachsen Landtagspräsident Matthias Rößler übernommen.
Auch Hessen plant den Aufbau eines eigenen Lutherwegs. Er soll an der Strecke entlangführen, die Martin Luther 1521 auf dem Weg zum Reichstag in Worms zurückgelegt hat. Noch in diesem Jahr soll der mitteldeutsche Lutherweg auf Bayern ausgedehnt werden.


































