Archäologie
"Lutherarchäologie" - Die stofflichen Spuren der Reformation
Foto: epd-bild/dpa/Jens WolfGrabungsleiter Björn Schlenker vom Landesamt für Archäologie Sachsen-Anhalt säubert die Oberfläche alter Keramikscherben.Mit sanften Pinselstrichen legen Archäologen die stofflichen Spuren der Geschichte frei. Die Funde beleuchten die unbekannten Alltagswelten einer Zeit, die in den historischen Überlieferungen nicht vorkommen. Mitunter erzählen ganz unscheinbare Puzzlestücke, wie enorm der Einfluss der Reformation auf die Alltagskultur der Menschen im 16. Jahrhundert war.
Familie Luther in den Suppentopf geschaut
Außer viel Fisch kamen bei Familie Luther auch gebratene Singvögel auf den Tisch - und Luthers Studierzimmer hatte eine eigene Latrine. Die Archäologie bringt Jahrhunderte später Details über den Alltag des Reformators ans Tageslicht. Das Projekt "Lutherarchäologie" wertet die Funde der letzten zehn Jahre aus.
Barbara Scholkmann: "Die Archäologie macht Raum und Zeit der Reformation sichtbar"
Archäologische Funde ändern nachhaltig unser Bild über die Epoche der Reformation. Barbara Scholkmann erzählt, ob sich Funde dem Reformator Martin Luther zuordnen lassen und wie sich der Glaubenswechsel auf die Kultur der Menschen auswirkte.
Bildergalerie: Museumsstücke aus der Abfallgrube
Es ist nicht gerade die feine Art, sich einem Prominenten zu nähern, indem man seinen Müll durchwühlt. In der Abfallgrube der Familie Luther stießen Archäologen allerdings auf spektakuläre und von der Fachwelt viel beachtete Zeugnisse des Alltagslebens im 16. Jahrhundert.
Restaurierungspaten für Luthers Sterbehaus gesucht
Die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt organisiert eine Spendenaktion zur Rettung von Ausstellungsstücken für das Sterbehaus des Kirchenreformators in Eisleben. Gesucht werden Restaurierungspaten, die die Erneuerung von Exponaten der Museumsausstattung aus dem 19. Jahrhundert unterstützen. Die Wiedereröffnung der Anlage ist für den 25. Januar 2013 vorgesehen.
Archäologen legen Reste der Klosterkirche Nimbschen frei
Hier sang und betete einst Katharina von Bora: An der Klosterruine Nimbschen bei Grimma haben Archäologen das Fundament der Klosterkirche entdeckt. Bis zum Reformationsjubiläum 2017 soll die Wirkungsstätte der späteren Ehefrau von Martin Luther zugänglich sein.







































