Reformationsjubiläum 2019: Schweizer Kirchenbund berät über Feierlichkeiten "500 Jahre Reformation"

Schweizer Reformierte feiern 500. Jahrestag des Beginns des Wirkens Ulrich Zwinglis

Präsident Gottfried Locher vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund wirbt für eine verdichtete Botschaft zu den Feierlichkeiten "500 Jahre Reformation". In dem Satz "Wer glaubt, ist frei" sei zusammengefasst, was reformierte Theologie im Konzert der Ökumene von anderen konfessionellen Stimmen unterscheide, sagte der Kirchenbundspräsident in Aarau. Rund 70 Delegierte der 26 evangelischen Kirchen des Kirchenbundes berieten hier über die Reformationsjubiläen.

Das Plädoyer für eine Kernbotschaft habe Einfluss auf das Datum der Feierlichkeiten, sagte Locher vor der Abgeordnetenversammlung. Europa feiere die Reformation im Jahr 2017, dem 500. Jahrestag des Thesenanschlags Martin Luthers in Wittenberg. Für die Schweizer Reformierten begännen die Feierlichkeiten erst 2019 mit dem 500. Jahrestag des Beginns des Wirkens Ulrich Zwinglis in Zürich. "Wir müssen das Jahr 2017 nutzen. Es kann der Auftakt für eine Bewegung werden, die mehr ist als die Ansammlung von lokalen Feiern", argumentierte Locher.

"Keine Jubiläumsgala sondern basisnahe reformierte Vielfalt"

Der Theologe warb für vielfältige Reformationsfeiern mit einer gemeinsamen Botschaft vor Ort, denn von 2019 bis 2036 gebe es alle paar Jahre einen Kanton, der die Lokalreformation begehe. "Keine großartige Jubiläumsgala, sondern basisnahe reformierte Vielfalt."

Zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums hat der Schweizerische Evangelische Kirchenbund im vergangenen Monat ein Impulspapier vorgelegt. Zudem ist in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche in Deutschland für 2013 ein internationaler Kongress zu Einsichten und Kernaussagen der Reformation des 16. Jahrhunderts geplant.