Forschung zu Melanchthons Einfluss auf die europäische Kultur- und Wissenschaftsgeschichte

US-amerikanische Forscher und rumänische Wissenschaftlerin beteiligt

Philipp MelanchthonFoto: epd-bild/akg-imagesPhilipp Melanchthon, Gemälde von Lucas Cranach d. Ä., 1532.An der Europäischen Melanchthon-Akademie in Bretten soll in diesem Jahr die Bedeutung des Reformators Philipp Melanchthon für die europäische Kultur- und Wissenschaftsgeschichte erforscht werden. Geplant sind eine englischsprachige Biografie und eine Edition von Melanchthons Rhetorik. An den Forschungsarbeiten sind zwei US-amerikanische Forscher und eine rumänische Wissenschaftlerin beteiligt.

Verfasser des Augsburger Bekenntnisses

Der Theologe Gregory Blair Graybill aus Pittsburgh plant demnach eine englischsprachige Melanchthon-Biografie. Der Literaturprofessor William Weaver von der Baylor University in Texas arbeitet zu Melanchthons Rhetorik. Die rumänische Wissenschaftlerin Sandra Dragomir von der Universität Bukarest untersucht Melanchthons Einfluss auf die europäische Wissenschaftsgeschichte.

Melanchthon zählt neben Martin Luther zu den wichtigsten Vertretern der Reformation. Als Philipp Schwarzerdt wurde der Sohn eines Waffenschmieds am 16. Februar 1497 im badischen Bretten geboren. 1530 verfasste Melanchthon das Augsburger Bekenntnis, das bis heute zu den wichtigsten evangelischen Bekenntnisschriften zählt. Er starb am 19. April 1560 und wurde in der Wittenberger Schloßkirche neben Luther beigesetzt.