Bischof Müller für ökumenisches Reformationsjubiläum 2017
Foto: epd-bild/Andreas SchoelzelDer katholische Ökumenebischof Gerhard Ludwig Müller.Der katholische Ökumenebischof Gerhard Ludwig Müller hat zum Reformationsjubiläum 2017 gemeinsame Gespräche der Kirchen über die Folgen der Reformation vorgeschlagen. Zu dieser "Heilung der Erinnerungen" gehöre, "sich gegenseitig von den jeweiligen Verletzungen zu erzählen, Schuld voreinander zu bekennen und sich der Tragik der Spaltung der Christenheit bewusstzuwerden", sagte der Regensburger Bischof den in Weimar erscheinenden mitteldeutschen evangelischen Kirchenzeitungen "Glaube und Heimat" und "Sonntag" (Ausgaben vom 19. Februar).
Viel Licht, aber auch Schatten
"Wir können schwer das feiern, was zur Spaltung der Kirche führte", sagte der Ökumene-Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz. Gleichwohl hoffe er, dass das Reformationsjubiläum "nicht nur aus Negativfolien aufgebaut wird". Wenn man die Kirchengeschichte der letzten 500 Jahre ökumenisch betrachte, werde man sagen müssen, "es gab auf beiden Seiten viel Licht, aber auch viel Schatten". Die deutschen Kirchen der Reformation seien jedoch "manchmal nicht auf dem Stand, auf dem die Weltökumene sich befindet", fügte Müller hinzu.


































