Kerstin Wimmer: "Zu reformieren gibt es immer etwas"

Die zweite Teilnehmerin des Residentenprogramms der EKD kommt aus Schweden

Zweite internationale Residentin Kerstin Wimmer aus Schweden.Foto: Maria LundströmBlickt mit Luther in die Zukunft: die zweite internationale Residentin Kerstin Wimmer aus Schweden.Aus der Diözese Lund in Südschweden stammt die zweite internationale Residentin der EKD in Wittenberg. Die 61-jährige Pastorin Kerstin Wimmer ist im März 2011 auf Einladung der EKD nach Wittenberg gekommen um an verschiedenen Projekten der Lutherdekade mitzuarbeiten, internationale und ökumenische Gäste zu betreuen und die Lutherdekade vor Ort wie in ihrer Heimatkirche ins Gespräch zu bringen.

Die Besuche von mehreren kirchlichen Delegationen aus Schweden sind geplant für ihre Zeit in Wittenberg. So wird Bischöfin Antje Jackelén aus der Diözese Lund am Reformationstag am 31. Oktober in der Wittenberger Stadtkirche predigen. Beim internationalen Konfirmandentreffen rund um den Reformationstag 2011 wird in diesem Jahr eine schwedische Jugendgruppe zu Gast sein.

Wie alle internationalen Residenten beschäftigt sich Kerstin Wimmer im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit mit einem theologischen und dem reformatorischen Erbe verbundenen Thema – in ihrem Fall eine Doktorarbeit über Martin Luther und die Psalmen. Mit Blick auf das Reformationsjubiläum geht es ihr nicht nur darum, die Vergangenheit zu feiern, sondern „neue Thesen“ zu formulieren, die die Menschen heute, auch 500 Jahre nach dem Wittenberger Thesenanschlag, noch betreffen. Zu reformieren gebe es immer etwas, sagte sie im Gespräch mit „Glaube + Kirche“, der mitteldeutschen Kirchenzeitung, und betont: „in der Welt und, ja, in der Kirche.“