Residentenprogramm
Eine offene Tür in die Welt: das Programm "EKD International Wittenberg Resident"
Foto: Photocase/bIO-54oDas Residentenprogramm der EKD verbindet Wittenberg mit lutherischen Kirchen rund um den Globus."Er veränderte die Welt für immer“, heißt es im Abspann des Films "Luther“ über den Reformator Martin Luther. Ausgehend vom Wittenberger Thesenanschlag zündeten die reformatorischen Ideen in ganz Deutschland, vielen Ländern Europas und darüber hinaus – weltweit. Diese weltweite Tragweite der Bewegung will die Lutherdekade im Vorlauf zum Reformationsjubiläum 2017 aufzeigen und entfalten.
Deshalb hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) mit der Lutherdekade das Programm "International Wittenberg Resident“ gestartet. Jedes Jahr lädt sie einen oder zwei Theologen oder Theologinnen aus einer Partnerkirche für sechs bis zwölf Monate als Residenten nach Lutherstadt Wittenberg ein. Im Laufe der Lutherdekade soll dadurch ein internationales Netzwerk mit mindestens zehn Residenten wachsen. Mit dem Programm "International Wittenberg Resident“ öffnen sich Türen von Wittenberg in die Welt: Die Residenten bringen sich mit ihren eigenen Perspektiven ein in die Lutherdekade - und tragen die Vorbereitungen aufs Reformationsjubiläum in ihre Heimatkirche.
Seit Januar 2012 residiert mittlerweile der dritte Teilnehmer des Programms, Pfarrer Gyula Makoviczky aus Ungarn, in Wittenberg. Den Auftakt als "International Wittenberg Resident“ machte Pfarrer Dr. Juhani Holma aus Tornio, Finnland, im August 2009. Seine Nachfolgerin kam aus dem Nachbarland, aus Schweden. Pfarrerin Kerstin Wimmer aus der Diözese Lund war von Januar bis Oktober 2011 bei der Geschäftsstelle der EKD in Wittenberg tätig.
Projekte vor Ort und Kontakte in die Heimatkirche
Die Residenten sprechen fließend Deutsch und widmen sich in ihrer Wittenberger Zeit einem theologischen und dem reformatorischen Erbe verbundenen Forschungsprojekt. Während sie sich vor Ort an Projekten der Geschäftsstelle „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“ und lokaler Kirchengemeinden beteiligen oder ökumenische Gäste betreuen, sollen sie mit ihrer Heimatkirche in Kontakt bleiben und dort über die Lutherdekade informieren und Interesse wecken für das Erbe der Reformation.
So ist das Residentenprogramm geeignet, lebendige Beziehungen zwischen Wittenberg, Deutschland und der Heimatkirche des jeweiligen Residenten sowie der Christen weltweit aufzubauen und zu fördern. Dabei entsteht ein internationales Netzwerk und eine breite und vielfältige Debatte über die gemeinsamen Wurzeln und die Zukunft der reformatorischen Bewegung. Die EKD unterstützt den Aufenthalt der Residenten durch eine Wohnung und ein monatliches Taschengeld, die Heimatkirchen kommen für die Lohnkosten auf.
Weitere Informationen zum Residentenprogramm: Projektassistentin Katariina Ylikännö, Luther 2017 - 500 Jahre Reformation (Geschäftsstelle der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD), Telefon: 49-3491-505 27-10, Mail: 2017@ekd.de .





































