Frank-Walter Steinmeier: "Musik schafft Heimat"
Foto: Wikimedia Commons/Arne ListPolitiker Frank-Walter SteinmeierMusik lebt vom Hören und Wiederhören. Ich höre gern Jazz, modernen und klassischen, aber auch deutsche Liedermacher wie Klaus Hoffmann. Manchmal gefällt mir auch einer der Songs, die meine Tochter so auf ihrem MP3-Player hat.
Mein derzeitiger Lieblingssong ist Leonard Cohens "First we take Manhattan". Ich habe in den 1980er-Jahren viel Musik von ihm gehört, dann lange Zeit fast gar nichts mehr. Vor einem Jahr war ich bei seinem Konzert in der Berliner O2-Arena. Die Kraft, die Tiefe und die menschliche Wärme, die dieser über 75 Jahre alte Mann ausstrahlte, haben mich tief berührt. Der Text ist an vielen Stellen dunkel, aber er umspannt mit Berlin und Manhattan zwei Städte, mit deren Kultur und Geschichte mich viel verbindet.
Musik schafft Heimat, weit über die Grenzen des eigenen Landes hinaus: "They sentenced me to twenty years of boredom / for trying to change the system from within / I'm coming now, I'm coming to reward them. / First we take Manhattan, then we take Berlin. // I'm guided by a signal in the heavens. / I'm guided by this birthmark on my skin. / I'm guided by the beauty of our weapons / First we take Manhattan, then we take Berlin." Text und Melodie: Leonard Cohen (1987).
Frank-Walter Steinmeier, 1956 in Detmold geboren, war unter Gerhard Schröder Kanzleramtsminister, Außenminister der Großen Koalition von 2005 bis 2009 und ist Vorsitzender der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag.


































