Konzert-Projekt "366+1: Kirche klingt 2012"

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Das klingende Band zieht sich von der Ostsee bis zum Bodensee durch das Land

Im Miteinander Tausender bringen mit "366 + 1 – Kirche klingt 2012" Musiker bundesweit einen künstlerischen Schatz der Reformation in vielfältiger Tradition zum Klingen: ihre Musik. Im Jahr 2012 findet täglich an einem anderen Ort ein Konzert statt. Insgesamt sind es 366 Auftritte: beginnend am 1. Januar 2012 in Augsburg, endend am 31. Dezember in Zittau, organisiert vom Kulturbüro der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Zusammenarbeit mit den Landeskirchenmusikdirektoren.

Durch alle 366 Tage des Schaltjahres 2012 zieht sich im Rahmen der Lutherdekade zum Jahresthema "Reformation und Musik" im Domino-Prinzip ein Band von Konzerten, Gottesdiensten und Soireen in offenen Kirchen durch ganz Deutschland.

An jedem einzelnen Tag im Jahr 2012 erklingt ein Lied

Kirche und Gesellschaft bringen im Miteinander der Musizierenden gemeinsam das kulturhistorische Gut der Reformation, ihre einzigartige Lied- und Motettensammlung
zum Klingen. So zieht sich das klingende Band Tag für Tag von Ort zu Ort durch die Bundesrepublik – im Frühjahr durch die südlichen Gefilde, im Sommer entlang der Nord- und Ostseeküste, um den Reformationstag in Mitteldeutschland, zur Weihnacht im Erzgebirge und in Sachsen. Dass an 366 Tagen 367 Konzerte geplant sind, ist das Geheimnis Osterns: In der Osternacht erklingt das besondere Konzert +1, das die Osterbotschaft in die Welt trägt.

Dabei werden alle Musikstile und Richtungen berücksichtigt: Neben professionellen Ensembles finden sich Bläserchöre kleiner Dorfkirchen, neben dem Jugendchor einer Großstadt spielt der Organist einer Landgemeinde. Qualität und Authentizität bilden den Schmelzpunkt einer musizierenden Gemeinschaft. Sie bringen die Gesellschaft bundesweit zum Klingen.

Geschöpft wird aus dem musikalischen Schatz der Reformation

An diesem Projekt, das vom Kulturbüro der EKD initiiert wurde und organisatorisch begleitet wird, sind alle Landeskirchen mit insgesamt 367 Gemeinden beteiligt. Ein Bindeglied des Projektes sind die eigens für das Jahr 2012 ausgewählten Leitlieder aus dem Schatz des Liedgutes der Reformation: musikalisch von Johann Walter über Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy bis zu Hugo Distler und Frank Schwemmer – textlich von Martin Luther über Paul Gerhardt bis zu Dietrich Bonhoeffer und Stephan Krawczyk. Diese "Leit-Lieder 2012" bilden die klingende Überschrift für je eine Woche und sind in den jeweiligen Wochen von Sonntag bis Samstag an jedem der sieben Tage als Chorwerk, Bläserstück, im Crossover, als Orgel-Improvisation oder Ähnliches zu hören. Als Grundlage dafür erscheint das "Chorbuch Reformation" im Bärenreiter-Verlag (Kassel).

Ein weiteres Bindeglied ist die Chronik, die mit den Konzerten durchs Land zieht. Die unterschiedlichen aufgeführten Sätze der jeweiligen "Leit-Lieder" werden vom Veranstalter des heutigen Konzertes an den Veranstalter des morgigen Konzertes überreicht und schaffen so eine unmittelbare Verbindung und den Stafetten-Charakter von 366 + 1. Am Ende dokumentiert die umfangreiche Chronik den Jahresverlauf des Konzert-Projekts durch die Bundesrepublik. Zugleich entsteht damit ein einmaliges Almanach von 366 + 1 Musikarrangements aus allen Bundesländern und Landeskirchen.

Das klingende Band zieht sich durch ganz Deutschland

Die Strecke führt durch alle Landeskirchen und Bundesländer. Ausgehend von den Sonntagen gibt es wöchentliche Routen, auf denen Städte und Dörfer zum Zuge kommen. In dieser Form erschließt sich aus dem geographisch kleinen Rahmen das klingende Band durch ganz Deutschland.

Über das ganze Jahr verteilt vertiefen Tagungen und Festveranstaltungen im Gestalten, Nachdenken und Erleben das musikalische Erbe der Reformation. Symposien und Konferenzen stellen aktuelle Fragen an das Wort-Ton-Verhältnis der Musik und ein international besetztes Chorfest zeigt die bunte Vielfalt des protestantischen Liedgutes im Hier und Heute.